{"id":100,"date":"2010-06-22T20:00:28","date_gmt":"2010-06-22T20:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.clairechevallier.com\/1\/?p=100"},"modified":"2011-10-17T01:00:52","modified_gmt":"2011-10-17T01:00:52","slug":"markische-allgemeine-22-06-2010-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.clairechevallier.com\/1\/markische-allgemeine-22-06-2010-2\/","title":{"rendered":"M\u00e4rkische Allgemeine  |  22.06.2010"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Pianistin Claire Chevallier bringt ihren Fl\u00fcgel mit<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">POTSDAM \/ SANSSOUCI<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Streicher und Bl\u00e4ser bringen selbstverst\u00e4ndlich ihr eigenes Instrument mit zum Konzert. Pianisten und Organisten aber spielen ausnahmslos auf vorhandenen Instrumenten. Es sei denn, es handelt sich um Sammler wie die franz\u00f6sische Pianistin Claire Chevallier. F\u00fcr ihren Soloauftritt im Raffaelsaal der Orangerie von Sanssouci bei den Musikfestspielen reiste sie mit dem wertvollen \u00fcrat-Fl\u00fcgel von 1905 an; das gab dem Konzert erst den richtigen Klaviersound. Als anerkannte Fachfrau f\u00fcr historische Hammerklaviere gab sie einen \u00dcberblick zur Klaviermusik der Entstehungszeit des \u00fcrat\u00adIstrumentes. Franz\u00f6sische Klaviermusik des \u201eFin-de-sidcle&#8221;, dem Abschluss des so ergiebigen 19. Jahrhunderts, bestimmte den Vortrag &#8211; eine Entdeckungsreise. Den \u201eKarneval der Tiere&#8221; oder eines der f\u00fcnf Klavierkonzerte von Camille Saint-Sa\u00fcns k\u00f6nnen als bekannt vorausgesetzt werden, doch mit den Soloklavierwerk sieht das anders aus. \u201eDanse de la Gispsy&#8221;, \u201eSouvenir d&#8217; Ismailia&#8221; oder die Et\u00fcde \u201eLes cloches de Las Palmas&#8221; hatten Lisztsches Pianistenformat in Schwierigkeitsgrad und Satzbau. Die jeweils drei \u201eGymnopddies&#8221; und Gnossiennes von Eric Satie nahm die junge Pianistin zu gewichtig. \u201eLent&#8221; hei\u00dft sicher langsam, doch wenn das Tempo derartig reduziert wird, gehen alle musikalischen Linien unter, und es entsteht der Eindruck einer unabsichtlichen Akkord- und Tonanreihung.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Danach aber gab es Feuer von Claude Debussy. Seine \u201eTarantelle styrienne&#8221; hatte spanisches Kolorit und s\u00fcdl\u00e4ndisches Temperament. Kupfer- oder holzschnittartig wirkten die beiden St\u00fccke aus Debussys \u201eEstampes&#8221; von 1903. Unter dem Eindruck der Pariser Weltausstellung 1889 kam auch f\u00fcr Debussy die \u201eSehnsucht nach der Ferne&#8221; verst\u00e4rkt auf, und in \u201ePagodes&#8221; oder \u201eSoirde dans Grenade&#8221; gab er dieser Sehnsucht Ausdruck. Der \u201eRausschmei\u00dfer&#8221; und die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung war die \u201eFantasia b&amp;tica&#8221; von Manuel de Falla: Wilde L\u00e4ufe, dissonante oder gro\u00dfe Akkorde bis zu ausgelassenen glissandi, das z\u00e4hlt zum Schwersten der Klaviersololiteratur. Ein heftig beklatschter Abend, der nichts an Wirkung einb\u00fcsste, nur weil die Pianistin vom Blatt spielte. (mam\u00fc)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pianistin Claire Chevallier bringt ihren Fl\u00fcgel mit POTSDAM \/ SANSSOUCI &nbsp; Streicher und Bl\u00e4ser bringen selbstverst\u00e4ndlich ihr eigenes Instrument mit zum Konzert. 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